Baumaschinen – warum nachrüsten?

- Bernd Sterzl/ Pixelio
1. Umwelt entlasten und Gesundheit schonen
Rußpartikel aus Baumaschinen tragen zu ca. 1/4 zur städtischen Feinstaubbelastung des Verkehrssektors bei. Insbesondere die Atemwege werden vom Feinstaub angegriffen. Husten, Asthma, Herz-Kreislauf-Probleme und Krebs sind die Folgen. Durch die Nachrüstung von Baumaschinen mit Partikelfiltern werden die Belastungen gerade in stark bewohnten städtischen Ballungsgebieten erheblich gemindert. Dies senkt nicht nur das Gesundheitsrisiko von Bewohnern, und erhöht die Lebensqualität, sondern trägt auch zum Schutz des Klimas bei.
2. Möglichen Einsatzbeschränkungen in deutschen und europäischen Städten vorbeugen
Immer mehr Städte und Kommunen erwägen, Emissionsstandards für Baumaschinen bei öffentlichen Ausschreibungen verbindlich festzuschreiben. Die Deutsche Umwelthilfe hat im Dezember 2010 in einem gerichtlichen Vergleich gegen die Deutsche Bahn AG durchgesetzt, dass alle Baumaschinen und Baustellenfahrzeuge auf der Baustelle Stuttgart 21 mit Partikelminderungssystemen ausgestattet sein müssen. Dies wird sich auch in anderen deutschen und europäischen Städten durchsetzen.
Baumaschinen als bedeutende Rußemittent im Verkehr
Baumaschinen sind mobile und nicht mobile Geräte, die im Bereich von Baustellen eingesetzt werden (z.B. Bagger, Raupen und Stromgeneratoren). Deren Motoren werden bei der Quellenbestimmung von Emissionen in den Gesamtbereich „Verkehr“ einbezogen und steuern in den Großstädten zu mehr als einem Viertel der verkehrsbedingten Rußemissionen bei.
Trotz verhältnismäßig geringer Stückzahlen und Kilometerleistungen führen die hohe Zahl an Einsatzstunden sowie die Nutzungsdauer der Maschinen über viele Jahre zu dem relativ hohen Emissionsanteil im urbanen Umfeld. Zudem schreiben die für diesen Bereich derzeit noch geltenden, jedoch technisch überholten Abgasnormen keine regelmäßigen Überprüfungen der Abgaswerte durch eine Abgasuntersuchung (AU) vor.
Auch die späte Einführung der EU-Grenzwertstufen für Baumaschinen im Jahre 1999 hat dazu beigetragen, dass ihr Anteil an den Gesamtemissionen immer noch überproportional hoch ist.
